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RetroN 1 HD Test: Alternative zum NES Classic Mini?

RetroN 1 HD Konsole
Geschrieben von Christian Leuenberg

Nachdem im Herbst 2016 Nintendo mit der Veröffentlichung des NES Classic Mini überraschte, jedoch die spärliche Verfügbarkeit zu viel Frust bei den Spielern führte, probieren wir eine mögliche Alternative aus: Die RetroN 1 HD Konsole von Hyperkin.

Zunächst kurz erklärt, worin der Unterschied zwischen dem NES Classic Mini und dem RetroN 1 HD besteht: Das NES Classic Mini wurde von Hause aus so konzipiert, dass alle Spiele in Form von Images fest auf dem Chip integriert sind und mittels Software-Emulation gespielt werden können. Der Benutzer ist auf die vorinstallierten Spiele beschränkt und hat keinerlei Erweiterungsmöglichkeiten der Software zur Verfügung. Beim RetroN hingegen sind überhaupt gar keine Spiele integrieren, hier steckt der Benutzer stattdessen seine originalen NES-Module in die Konsole um diese zu spielen. Zwei gänzlich unterschiedliche Konzept also, jedoch mit einem ähnlichen Nutzen: Alte NES-Klassiker per HDMI-Anschluss auf einem modernen TV-Bildschirm oder Monitor spielen zu können.

Was kann das RetroN 1 HD?

Die Konsole ist in der Lage, originale PAL- und NTSC-Module des Nintendo Entertainment System zu lesen. Mittels „Console-on-a-Chip“-Technologie nutzt die Konsole also keine reine Software-Emulation, wie etwa das NES Classic Mini, sondern simuliert auf einem Chip die Original-Hardware um dann die Spiele direkt von der Cartridge zu lesen. Bild und Ton können wahlweise mittels HDMI in 720p-Auflösung digital, oder mittels Chinch-Ausgang analog ausgegeben werden. Zur Steuerung des Spielgeschehens dient entweder der von Hyperkin mitgelieferte NES-artige Controller oder sogar ein alter Controller von Nintendo, denn die Gamepad-Eingänge entsprechen den Original-Buchsen.

Was kann das RetroN 1 HD nicht?

Hyperkins Retro-Konsole hat keinerlei Onscreen-Menü und somit auch keine erweiterten Optionen, um etwa Spielstände zu verwalten und dergleichen. Das NES Classic Mini hingegen kommt bekanntlich mit einem schön gestalteten Menü daher, und verwöhnt den Spieler mit diversen Einstellungsmöglichkeiten und Gimmicks – darauf muss der Spieler auf dem Famiclone von Hyperkin leider verzichten. Vielmehr ist die Konsole eher als reine HD-Auflage der altehrwürdigen Konsole zu sehen, die sich auf das Wesentliche beschränkt: Anschließen, Spiel einstecken, loslegen.

Die Hardware und Verarbeitung

Die RetroN-Konsole sieht zwar grundlegend nicht wie ein NES aus, jedoch hat man durch die Farbgebung der Hardware einen Look geschaffen, der durchaus an das Original erinnert. Das Gehäuse fühlt sich solide verarbeitet an, die Stecker und mitgelieferten Kabel hinterlassen ebenfalls einen guten Eindruck. Richtig überrascht hat uns dabei der Controller von Hyperkin – die Maße des Gamepads und Anordnung der Bedienelemente sind nahezu identisch mit dem Original-NES-Controller von Nintendo. Die Qualität des Controller-Klons konnte ebenfalls überzeugen – sehr exakte Druckpunkte des Steuerkreuzes und der Buttons sorgen für präzise Kontrolle von Mario und Co. auf dem Bildschirm. Kritik muss sich der Hersteller jedoch gefallen lassen, wenn es um das Herausziehen der Module geht. Dies ist nämlich extrem schwierig – Hyperkin empfiehlt das Fassen des Moduls an der Ecke um es dann schräg herauszuziehen. Dies ist in jedem Fall der beste Weg, aber auch hier darf man nicht zimperlich sein, denn die Module stecken wirklich sehr fest.

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Über den Autor

Christian Leuenberg

Christian ist Musiker und freiberuflicher Webentwickler, gründete und leitete zuvor die Onlinemagazine Wii Insider, Press A Button sowie N Insider. Als NES-Liebhaber konzentriert er sich mit NES-Classic-Mini.com nun auf alle Themen rund um die NES-Neuauflage.

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