Spieletests

Super Mario Bros.

Super Mario Bros. Artwork
Geschrieben von Christian Leuenberg

Ein Testbericht zu Super Mario Bros. auf dem NES Classic Mini – einerseits traut man sich da fast nicht heran, ebenso gilt das für die vielen weiteren zeitlosen Klassiker auf der Retro-Konsole. Aber andererseits ist es auch eine große Ehre, diese Meilensteine nochmals zu spielen und zu bewerten. Also, auf geht’s ins Schwammerlland!

Super Mario Bros. erschien erstmals 1985 auf dem Nintendo Entertainment System. Das Spielprinzip eröffnete die Türen zu einem komplett neuen Genre – dem Jump’n’Run. Erstmals in der Videospielgeschichte war es möglich, auf einem horizontal nachscrollenden Bildschirm die Welt zu erkunden. Bis dato war man gewohnt seine Spielfiguren auf einem statischen Bildschirm zu bewegen. Dieses Spielprinzip eines derartigen Plattformers ist sogar heute noch ein gern und oft genutztes Stilmittel. Aber um was genau geht es denn nun in Super Mario Bros.?

Hilfe, die Prinzessin wurde entführt!

Der böse Widersacher Bowser hat die Prinzessin entführt und hält sie in einem seiner Schlösser gefangen. Es liegt nun an unserem Held Mario, ein schnauzbärtiger Klempner mit italienischen Wurzeln, sich auf den langen Weg durch das Schwammerlland zu machen und die Prinzessin aus den Klauen des Bösewichts zu befreien.

Der Spieler steuert Mario durch die insgesamt 32 Levels, welche in acht verschiedenen Welten mit je vier Levels unterteilt sind. Das grundsätzliche Spielprinzip und die Steuerung sind einfach erklärt. Mittels Steuerkreuz kann Mario nach rechts und links laufen sowie sich bücken. Einen Sprung vollführt der Held mit dem A-Knopf und mit gedrücktem B-Knopf rennt Mario schneller. Mit diesem einfachen Steuermechanismus gilt es fortan über Hindernisse und Abgründe zu hüpfen sowie Gegnern auszuweichen oder sie durch einen gezielten Sprung auf den Kopf auszuschalten. Durch das Einsammeln eines Pilzes wächst Mario buchstäblich über sich hinaus – die Spielfigur wird größer und kann nun Steinblöcke aus dem Weg räumen, die zuvor als Hindernisse im Weg waren. Sammelt Mario eine Blume ein, kann er sogar Feuerbälle schießen und sich damit der Gegner aus der Entfernung entledigen. Ein weiteres nutzvolles Item ist der Stern – unser Held kann in einer begrenzten Zeit unverwundbar durch die Stages rennen und alle Gegner durch bloße Berührung vom Bildschirm befördern.

In den unterschiedlichen Levels gibt es zudem Münzen einzusammeln. Für je 100 Münzen erhält der Spieler ein Extraleben. Versteckte Bereiche oder Items in den Welten sind oftmals durch Röhren oder ganz geschickte Sprünge zu erreichen. Hier warten entweder zahlreiche Münzen, der berühmte „1 Up“-Pilz, also ein Extraleben, oder die Warp-Zonen auf den Spieler. Durch Letztere lassen sich einige Levels beziehungsweise ganze Welten überspringen.

Neben den „normalen“ Levels an Land, in denen Mario laufen und springen kann, gibt es auch einige ausgewählte Unterwasser-Abschnitte, in denen der Klempner schwimmt, oder besser gesagt taucht. Die Steuerung unterscheidet sich hier: Mario erhält durch mehrmaliges Drücken des A-Knopfes Auftrieb. Pausiert man das Drücken, so sinkt Mario nach unten. Alle genannten Items sind jedoch ebenfalls unter Wasser zu finden und einsetzbar.

Zu jedem vierten Level einer Welt wartet ein Schloss auf unseren italienischen Schnauzbartträger. In düsterer Atmosphäre mit viel Feuer bewacht dort ein Doppelgänger Bowsers den Ausgang des Dungeons. Aber erst in Welt 8, Level 4 ist die Prinzessin tatsächlich am Ende des Schlosses zu finden, nachdem der echte Bowser bezwungen wurde. Doch bis dahin ist es ein weiter Weg mit kniffligen Passagen, die dem Spieler viel Geschick abfordern.

Mach den Mario!

Die Musik von Super Mario Bros. ist derartig kultig und somit vermutlich nicht nur Videospielern bekannt. Dass sich die wenigen aber dafür sehr eingängigen Melodien oft wiederholen, ist nicht weiter schlimm, denn die Musik passt einfach perfekt zum Geschehen auf dem Bildschirm und macht einen ganz großen Charme des Spiels aus. Ähnlich die Soundeffekte, die sehr prägnant und stimmig gestaltet wurden. In Sachen Grafik hat das Spiel ebenfalls Trends gesetzt, jedoch muss man bedenken, dass dieser erste Teil der Super Mario Bros.-Reihe sehr früh im Lebenszyklus der NES-Konsole entstand, weshalb die späteren Teile die technischen Möglichkeiten deutlich weiter ausreizen konnten.

Über den Autor

Christian Leuenberg

Christian ist Musiker und freiberuflicher Webentwickler, gründete und leitete zuvor die Onlinemagazine Wii Insider, Press A Button sowie N Insider. Als NES-Liebhaber konzentriert er sich mit NES-Classic-Mini.com nun auf alle Themen rund um die NES-Neuauflage.

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