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Super Mario Bros. 2

Super Mario Bros. 2 Artwork
Markus Schnittka
Geschrieben von Markus Schnittka

Was wäre eine Nintendo-Konsole ohne den hüpfenden Klempner Mario? Richtig, nicht komplett. Und genau aus diesem Grund widmen wir den folgenden Test auch dem zweiten Ableger der Mario-Reihe auf dem Nintendo Entertainment System, welcher unter dem Namen Super Mario Bros. 2 veröffentlicht wurde.

Nach dem großen Erfolg von Super Mario Bros. für das NES wollte Nintendo möglichst schnell nachlegen. Der Nachfolger Super Mario Bros. 2 erschien in Japan bereits ein Jahr später, doch das Spiel hat nichts mit dem zu tun, was man außerhalb Japans als Super Mario Bros. 2 kennt. Der in Nippon veröffentlichte Titel baute nämlich auf dem erfolgreichen Erstling konsequent auf und beinhaltete lediglich deutlich schwerere Levels. Deren Schwierigkeitsgrad hielt man seitens Nintendo aber zu hoch, um so auch im Westen Erfolg zu haben. Daher wurde dort ein komplett anderes Spiel unter dem Namen Super Mario Bros. 2 veröffentlicht, während die Japan-Version des Spiels später unter dem Namen Super Mario Bros.: The Lost Levels doch noch seinen Weg in den Westen fand.

Ein Wolf im Schafspelz?

Zu Grunde lag Super Mario Bros. 2 das Spiel Doki Doki Panic, welches in Japan für das Famicom Disc System erschien. Für die Veröffentlichung im Westen wurden kleine Anpassungen in Sachen Grafik und Sound vorgenommen. Außerdem tauschte man die vier Hauptcharaktere des Originals aus und ersetzte sie durch Figuren aus dem Mario-Universum. Neben den Brüdern Mario und Luigi dürfen Spieler wahlweise auch in die Rolle von Prinzessin Peach und Toad schlüpfen. Doch noch mehr unterscheidet das Spielprinzip von dem des Originals. Während ihr auf den Power Pilz und die Feuerblume als Items verzichten müsst, dürft ihr stattdessen Gemüse aus der Erde ziehen und nach euren Feinden werfen. Auch die meisten Gegner werden nicht durch einen Sprung auf den Kopf ins Jenseits befördert, sondern ihr reitet auf ihnen mit, bis ihr sie ebenfalls über euren Kopf hebt und durch die Gegend werft.

Vor jeder der insgesamt 20 Stages, die sich auf sieben Welten verteilen, selektiert ihr dabei neu euren favorisierten Charakter. Je nach Level kann das durchaus entscheidend sein, da sich auch die Fähigkeiten in Sachen Geschwindigkeit, Sprungstärke und Kraft der einzelnen Protagonisten voneinander unterscheiden. Während Mario in allen Bereichen durchschnittliche Ergebnisse erzielt und ein Allrounder ist, springt sein Bruder Luigi etwas höher, dafür aber nicht so präzise. Die Prinzessin muss in Sachen Kraft Federn lassen und zieht das Gemüse recht langsam aus dem Boden. Dafür kann sie eine gute Sekunde während ihres Sprunges in der Luft schweben, was in späteren Spielen ebenfalls wieder zum Einsatz kam. Der kleine Pilzkopf Toad letztlich springt zwar nicht sonderlich hoch, ist dafür am schnellsten unterwegs und rupft auch das Grünzeug flott aus der Erde.

Vier Fäuste für ein Hallelujah?

Während für die Serie typische Gegner wie Goombas in Super Mario Bros. 2 fehlen, haben es zumindest Antagonisten wie Bob-Ombs oder Shy Guys auch zu Auftritten in späteren Mario-Teilen geschafft. Mit Birdo gelangte zudem einer der Zwischenbosse in die Riege der Charaktere, die weitere Gastauftritte erhielten. Dass der Eier speiende Saurier mit der rosa Schleife im Haar in der ersten Version der Spielanleitung dabei als Junge bezeichnet wurde, der sich aber für ein Mädchen hält, ist zudem eine interessante Anekdote, die später von Nintendo korrigiert wurde. Mittlerweile wird Birdo offiziell als weiblicher Charakter behandelt. Verzichten müssen Fans des ersten Teils zudem auf Punkte und den damit verbundenen Highscore. Das ist der Tatsache geschuldet, dass die Levels weiträumiger angelegt sind und es in erster Linie auf den Erkundungsdrang des Spielers ankommt. Nicht zuletzt aufgrund der verschiedenen Charaktere werdet ihr somit selbst nach dem Abspann dem Land Subcon noch den einen oder anderen Folgebesuch abstatten.

Grafisch ist das Spiel im Vergleich zum Erstling eine deutliche Weiterentwicklung. Nun scrollt das Bildschirm nicht nur zur Seite, sondern auch nach oben und unten, was den weitläufigeren Welten geschuldet ist. Durch die größeren Sprites sind zudem detailreichere Figuren möglich. Die stimmungsvolle Musik begleitet das Geschehen passend, während bei den Soundeffekten einige bekannte Geräusche verwendet wurden. Verzichten müssen Spieler allerdings auf einen Zweispieler-Modus, denn ihr dürft die Welt von Subcon nur alleine bereisen.

Über den Autor

Markus Schnittka

Markus Schnittka

Markus ist in einer Agentur für Werbeartikel beschäftigt und arbeitet in seiner Freizeit seit Jahren als Redakteur für Onlinemagazine, unter anderem Wii Insider, Press A Button, N Insider und jetzt für NES-Classic-Mini.com. Seit dem NES ist er Nintendo-Fan, wagt aber regelmäßig auch einen Blick über den Tellerrand zu anderen Konsolen und widmet sich immer wieder gerne einem Retro-Titel.

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