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Galaga

Galaga Artwork
Markus Schnittka
Geschrieben von Markus Schnittka

Aliens waren schon immer eine Bedrohung im Bereich der Videospiele. Das zeigte schon sehr früh der Titel Galaga für das NES. Da auch dieser zu den vorinstallierten Spielen auf dem NES Classic Mini gehört, widmen wir uns dem Spiel mit einem Test.

Wenn es um Arcade-Shooter geht, kommt man um den Klassiker Space Invaders nicht herum. Einer der direkten Nachfolger ist der Titel Galaga von Namco, der 1981 in die Spielhallen kam. 1988 gab es eine Umsetzung davon für das Nintendo Entertainment System. Das Spielprinzip ist dabei schnell erklärt: Außerirdische greifen an und ihr müsst im Cockpit eines Raumschiffs dafür sorgen, dass diese in erster Linie wie Insekten aussehenden Ufos zerstört werden. Ihr ballert also aus vollen Rohren, um der extraterrestrischen Bedrohung Herr zu werden. In 50 Leveln fliegen dabei die Raumschiffe in vorgegebenen Formationen in den Bildschirm herein, bevor sie sich am oberen Bildschirmrand positionieren. Haben alle Formationen ihre spätere Position erreicht, rücken sie nach und nach in eure Richtung vor.

Galaga = Space Invaders 2.0?

Bis dahin kommt einem das Prinzip recht bekannt vor, denn bis auf das Auftauchen in einer anfliegenden Formation hat der Klassiker Space Invaders ähnlich funktioniert. Ihr könnt in Galaga aber bereits beim Anflug eurer Gegner diese dezimieren. Am besten klappt das natürlich, wenn ihr euch die Stellen einprägt, an denen sie den Bildschirm entern und dort gleich das Feuer eröffnet. Je mehr Alien-Raumschiffe ihr bereits im Anflug erledigen könnt, desto leichter fällt euch das Entfernen der verbleibenden Eindringlinge, sobald diese erst einmal ihre finale Formation erreicht haben. Dann nämlich werfen sie nicht nur Projektile in eure Richtung ab, sondern stürzen sich auch in bester Kamikaze-Manier in eure Richtung. Jeder Treffer kostet euch ein Leben, von denen ihr anfangs drei Stück besitzt. Mit genug Punkten könnt ihr euch zwar neue Leben verdienen, doch diese Punkte wollen erst einmal verdient sein.

Als wäre die Bedrohung so nicht schon schlimm genug, können euch eure Feinde mit einem Traktorstrahl auch ein Schiff rauben und dieses in die eigene Formation überführen, was euch ebenfalls ein Leben kostet. Mit dem richtigen Timing könnt ihr allerdings euer Schiff retten und bekommt es an die Seite gestellt, so dass ihr fortan mit einem Zwillings-Schuss eure Gegner noch leichter erledigen könnt. Nur müsst ihr aufpassen, da ihr fortan auch doppelt so breit und damit leichter ein Ziel der feindlichen Kamikazeangriffe werdet. Habt ihr alle Feinde besiegt, ist die aktuelle Stage geschafft. Neu war in Galaga auch eine Bonusrunde, hier „Challenging Stage“ genannt. Wer hier alle 40 Gegner abschießt, erhält stattliche 10.000 Punkte als Bonus.

Präzision im Weltall

Betrachtet man die technische Seite von Galaga, fällt vor allem die extrem präzise Steuerung auf. Dies ist gerade bei einem Arcade-Shooter auch wichtig, da es hier oftmals auf wenige Pixel ankommt, die zwischen Leben und Tod entscheiden. Die Grafik ist zwar für damalige Verhältnisse nicht das obere Ende des technisch Machbaren gewesen, kann sich aber trotzdem sehen lassen. Die flink fliegenden Sprites eurer Gegner kommen nur selten ins Flackern. Der Sound dagegen ist Arcade-typisch eher simpel gehalten und fällt hier etwas ab. Ihr dürft in Galaga übrigens nicht nur alleine, sondern auch abwechselnd mit einem zweiten Spieler zusammen antreten, wobei eure erreichten Punktzahlen miteinander verglichen werden.

Über den Autor

Markus Schnittka

Markus Schnittka

Markus ist in einer Agentur für Werbeartikel beschäftigt und arbeitet in seiner Freizeit seit Jahren als Redakteur für Onlinemagazine, unter anderem Wii Insider, Press A Button, N Insider und jetzt für NES-Classic-Mini.com. Seit dem NES ist er Nintendo-Fan, wagt aber regelmäßig auch einen Blick über den Tellerrand zu anderen Konsolen und widmet sich immer wieder gerne einem Retro-Titel.

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