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Dr. Mario

Dr. Mario
Markus Schnittka
Geschrieben von Markus Schnittka

Nachdem Nintendo mit Tetris auf dem Gameboy im Jahr 1989 sensationelle Erfolge feierte, wollte man auch auf der damals aktuellen Heimkonsolen, dem Nintendo Entertainment System, ein ähnliches Puzzle-Spiel zum Erfolg führen. Neben einer Tetris-Umsetzung setzte man ein Entwicklerteam daher an ein komplett neues Puzzle, welches unter dem Namen Dr. Mario letztlich im Jahr 1990 auf den Markt kam.

Doktorspiele?

Erstmals hat hier der bekannte Klempner seinen Pümpel gegen ein Stethoskop getauscht und will fiese Viren aus dem Pilzkönigreich vertreiben. Dazu lässt er bunte Pillen in ein Fläschchen fallen und kombiniert diese am besten so, dass sie eine Reihe von mindestens vier gleichfarbigen Pillen und Viren ergeben. Dann nämlich lösen sich diese auf und lassen so nach und nach die Viren aus der Flasche verschwinden. Natürlich übernehmt ihr hier die Rolle des virtuellen Doktors und dreht und wendet die zweifarbigen Pillen so, dass sie möglichst perfekte Reihen ergeben. Zu Beginn des Spiels dürft ihr euch dabei entscheiden, auf welchem der 20 Schwierigkeitsgrade ihr beginnen wollt. Davon hängt ab, wie vielen Viren bereits zu Beginn eure Flasche, also quasi euer Spielfeld bevölkern.

Außerdem habt ihr die Wahl aus drei verschiedenen Geschwindigkeiten, mit denen die Pillen unaufhaltsam zu Boden fallen. Sobald alle Viren aus einer Flasche entfernt sind, geht es für euch in die nächste Runde weiter. Nach der 20. Schwierigkeitsstufe erhöht sich die Zahl der vorhandenen Viren nicht mehr weiter, so dass es ab dann lediglich noch auf Punktejagd geht. Doch nicht nur alleine könnt ihr euch im Kampf gegen die Krankheitserreger versuchen, auch zu zweit lädt euch Dr. Mario zu Doktorspielchen ein. Dann tretet ihr allerdings gegeneinander an und versucht eure Flasche schneller von den Viren zu befreien als euer Mitspieler.

Wo bereits Genrekollegen wie Tetris mit einer sehr simplen Optik auskamen, musste auch Dr. Mario das NES technisch nicht ausreizen. Die bunten Pillen kullern vor einem recht ansprechend gestalteten, aber statischen Hintergrund in Richtung Boden. Dazu gesellen sich gefällige Melodien und ein paar nette Soundeffekte. Das Spiel kommt ohne großartiges Sprite-Flackern aus und macht seine Sache für das Puzzle-Genre zweckmäßig gut. Die Übersicht ist jedenfalls jederzeit gewährleistet. Die Steuerung geht zudem flüssig und präzise von der Hand.

Über den Autor

Markus Schnittka

Markus Schnittka

Markus ist in einer Agentur für Werbeartikel beschäftigt und arbeitet in seiner Freizeit seit Jahren als Redakteur für Onlinemagazine, unter anderem Wii Insider, Press A Button, N Insider und jetzt für NES-Classic-Mini.com. Seit dem NES ist er Nintendo-Fan, wagt aber regelmäßig auch einen Blick über den Tellerrand zu anderen Konsolen und widmet sich immer wieder gerne einem Retro-Titel.

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